AIDS Test

Mit einem HIV-Test ist es möglich, eine Infektion mit dem „Humanen Immundeficiency Virus“ nachzuweisen. Es gibt keinen AIDS-Test, sondern nur HIV-Tests, da man diesen Virus nachweist, der AIDS bedingt. Umgangssprachlich wird dieser aber häufig auch „AIDS-Test“ genannt.

Dabei bedienen sich Labormediziner unterschiedlicher Methoden, die entweder die Viren, deren RNA oder mögliche Antikörper gegen HIV nachweisen. Als Untersuchungsmaterial können Blut (Serum oder Plasma), Speichel oder Urin genutzt werden. Besteht der Verdacht auf eine HIV-Infektion, erfolgt zunächst ein Suchtest mit einer hohen Sensitivität und einer niedrigen Spezifität. Das heißt, dass Erkrankte häufig richtig als erkrankt identifiziert werden, aber durch die niedrige Spezifität auch Gesunde als infiziert erfasst werden. Daher folgt immer jedem positiven ELISA-Suchtest ein Bestätigungstest in Form eines Western-Blot oder einer PCR. Die einzelnen Testverfahren werden nachfolgend erläutert.

Test-Verfahren

Der ELISA-Test (= Enzyme linked immunosorbend assay) ist die häufigste angewandte Methode. Nachgewiesen werden Antikörper gegen das HIV. Nachteilig ist, dass der Körper erst Antikörper bilden muss, was bis zu 3 Monate andauert. Solange muss man nach einer möglichen Infektion abwarten, bevor Gewissheit zu erhalten ist. Der ELISA-Test weist zudem eine geringe Spezifität auf, was ebenfalls nachteilig ist. Es kommt zu falsch-positiven Testergebnissen, obwohl der Untersuchte nicht mit dem HIV infiziert ist. Mit den neuen Generationen der ELISA-Methode ist ein Hüllprotein des HIV-1 nachweisbar, welches bereits vor der Antikörperproduktion im Blut, Speichel oder Urin nachweisbar ist. Leider gibt es diese Methode nur für den HIV-1-Typ, nicht für HIV-2.

Bei einem positiven oder unsicheren Resultat erfolgt immer ein Bestätigungstest. Dieser ist ein sogenannter Western-Blot, der ebenfalls Antikörper gegen HIV-1 oder -2 nachweist. Erst bei einem positiven Bestätigungstest erfolgt die Diagnose HIV positiv.

Als teuerste, aber auch sicherste Methode ist die RT-PCR zu nennen. Hierbei erfolgt der direkte Nachweis der Retroviren. Ein negatives Testergebnis liegt vor, wenn keine Infizierung erfolgte, aber leider auch, wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt. Die RT-PCR dient auch zur Therapieüberwachung von HIV-Positiven, die einer antiretroviralen Therapie unterliegen. Besteht der dringende Verdacht einer HIV-Infektion, kann der Test auch bereits in der Notaufnahme erfolgen.

Anmerkung: Es ist sinnvoll und anzuraten, ein Testergebnis nach 12 Wochen erneut zu wiederholen, auch wenn notfallmäßig eine RT-PCR erfolgte.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen dieser Seite erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder medizinische Genauigkeit. Medizinische oder sonstige Ratschläge werden nicht erteilt. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an den Arzt Ihres Vertrauens.

Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Antworten

Sie müssen eingeloggt um einen Kommentar zu schreiben.