HIV und AIDS

Irrtümlicherweise vermuten viele Menschen hinter HIV und AIDS denselben medizinischen Sachverhalt. Im Gegensatz zu HIV ist AIDS dadurch gekennzeichnet, dass die Erkrankung erst mehrere Jahre nach der Infektion mit dem HIV Virus ausbricht.

HIV bedeutet eine wissenschaftliche Bezeichnung für einen Virus, welcher als Erreger von AIDS verantwortlich ist. Dessen exakte Benennung ist Humane Immundefizit Virus.

Die AIDS Erkrankung ist generell eine chronische Erkrankung. Im Verlaufe des Krankheitsbildes zeigen sich deutlich Beeinträchtigungen des menschlichen Immunsystems. Deshalb verbirgt sich hinter der Abkürzung AIDS zu Deutsch ein Immunschwächesyndrom, welches durch Übertragung des HI Virus erworben ist. Die eigentliche Erkrankung AIDS ist somit eine Immunschwäche.

Wie AIDS entsteht

Aids entsteht durch HIV, den HI-Virus. Bestimmte Zellen des Immunsystems, die T-Helferzellen, werden angegriffen. Wird eine solche Zelle angegriffen, zwingt das Virus die Zellen, den Wirt zu übernehmen und den Virus zu vermehren. Dadurch wird das Immunabwehrsystem geschwächt. Der Körper versucht durch körpereigene Abwehr, das Virus zu vernichten. Das gelingt aber nicht vollständig und ist davon abhängig, wie stark das Immunsystem ausgeprägt ist. Der Mensch kann monate-oder jahrelang in diesem Zustand verweilen. Erst wenn sich die infizierten Zellen vermehren, erkrankt der Körper. Dann wird aus der HIV-Infektion die Krankheit AIDS.

AIDS – Die Symptome

Die Erkrankungszeichen sind enorm breit gefächert und werden mit dem Ausbrechen von AIDS immer eindeutiger. Zunächst leiden die Betroffenen nach einer Virenansteckung unter Schwellungen der Lymphknoten und eher allgemeinen Erkältungsanzeichen wie Abgeschlagenheit, Husten, Hals- und Gliederschmerzen. Ist die AIDS Erkrankung ausgebrochen, dann kommen intensive Symptome hinzu, die den Organismus allgemein stark schwächen. Dies sind insbesondere ein starker Verlust an Körpergewicht und chronische Durchfälle. Die Krankheitszeichen wechseln phasenweise mit dem Fortschreiten von AIDS treten sie verstärkt und häufiger auf. Sie werden daher in drei Krankheitsstadien unterteilt. Zu Krankheitsbeginn zeigen sich Erbrechen, Hautausschläge und Fieber. Krankheitstypische Nebenerkrankungen sind Fieberschübe, die Gürtelrose, Pilzinfektionen der Haut und Schleimhäute. Bei fortschreitender AIDS Erkrankung leiden die Patienten unter Funktionsstörungen des Gehirns, dementiellen Veränderungen, Lungenentzündungen, Krebsleiden und Tuberkulose. Die Erkrankung erfolgt in drei Stadien. Typische Symptome sind grippeähnliche Erkrankungen. Treten dann geschwollene Lymphknoten auf, Durchfall, Hautekzeme, Gewichtsverlust und erste Anzeichen auf eine Lungenentzündung, sind dies Alarmsignale, die auf eine ernsthafte Erkrankung, unter anderem auch AIDS, hinweisen. Gehen Sie umgehend zum Arzt, lassen Sie einen Test machen und eine Blutprobe entnehmen. Je früher man den Arzt aufsucht, desto besser sind die Therapiechancen.

AIDS – Die Übertragung

Der HI Virus kann durch verschiedene Übertragungsmechanismen in den Organismus eines Menschen gelangen. Neben der Übertragung durch sexuellen Kontakt kommen unsaubere, mit dem Virus kontaminierte Injektionskanülen und Spritzen in Betracht. Diese werden vorrangig von drogenabhängigen Menschen mehrfach benutzt. Als Überträgermedium für den HI Virus kommt infiziertes Blut in Frage. Unzureichend sterilisierte und desinfizierte medizinische Instrumente können ebenfalls mit HIV Viren behaftet sein. Als eindeutiger Nachweis einer HIV Infektion gilt ein sogenannter HIV Test, umgangssprachlich als AIDS Test bekannt.

AIDS – gefährdete Personen

AIDS-gefährdet sind Menschen, die oft den Sexualpartner wechseln und kein Kondom verwenden. Betroffene Gruppen sollten sich einer regelmäßigen Kontrolle unterziehen. Medizinisches Personal, das in Kliniken mit Transfusionen zu tun hat oder entsprechenden Patienten, können unter Umständen ähnlichen Gefahren ausgesetzt sein. Hier gilt Vorsicht und ein sorgsamer Umgang.

Therapie

Die medizinische Behandlung von AIDS ist vorwiegend medikamentös. Sie greift insbesondere die auslösenden HI Viren an, dämmt deren Vermehrung und Ausbreitung im Organismus ein. Diese speziellen Medikamente stören die sogenannte Resistenzentwicklung des HI Virus. Unterstützende Behandlungen werden in Form der akuten und notfallmäßigen Therapien gewährleistet. In diesem Zusammenhang kommen Therapien der in den jeweiligen Stadien auftretenden Nebenerkrankungen in Frage. Diese basieren ebenfalls auf hoch wirksamen Medikamenten, welche den Betroffenen eine entsprechende Lebensqualität und Krankheitsverzögerung gewährleisten.
Eine unterstützende Wirkung in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Immunsystems besitzt eine gesunde ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Besonders hilfreich im Kampf gegen die Krankheitssymptome und sowohl geistigen, seelischen als auch körperlichen Beeinträchtigungen sind die psychologische und soziale Begleitung der Erkrankten.

AIDS – Die Lebensführung

Wenn man die Diagnose HIV bekommen hat, sollte man eine vernünftige und gesunde Lebensführung planen. Dazu gehört ein ausgewogener Schlaf, eine sorgfältige Hygiene und die Meidung von Infektionen im alltäglichen wie auch sexuellen Bereich. Wichtig ist ein sorgsamer Umgang mit dem angeschlagenen Immunsystem. Um Giftstoffe ausscheiden zu können, ist reichhaltiges Trinken sehr wichtig. Trotz dieser schweren Erkrankung, ist eine positive Denkweise essentiell. Psychotherapeutische Maßnahmen wären hier unter Umständen sinnvoll. Fragen Sie unbedingt Ihren behandelnden Arzt danach.

AIDS – alternativ

Zur Linderung der Einzelbeschwerden in den drei Stadien der Erkrankung kann man das Immunsystem stärken. Dazu werden von Heilpraktikern unter anderem Ayurveda, homöopathische Mittel gegen Übelkeit und Durchfall empfohlen. Manuelle Therapien, ganzheitliche Übungsmethoden und Psychotherapie sollten die neuen Wegbegleiter sein. Bei allen Möglichkeiten und Angeboten der Alternativ-Medizin sollte Ihr behandelnder Arzt allerdings zu jeder Zeit eingebunden werden. Klären Sie mit ihm ab, welche Methoden Sie ausprobieren möchten. Treffen Sie am besten keine Entscheidungen ohne Ihren Arzt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen dieser Seite erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder medizinische Genauigkeit. Medizinische oder sonstige Ratschläge werden nicht erteilt. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an den Arzt Ihres Vertrauens.

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